Schädigt Farbstaub aus Druckern die Gesundheit?

Schädigt Farbstaub aus Druckern die Gesundheit?Dass Feinstaub, der von Benzinmotoren verursacht wird, Krebs erregen kann, wissen wir schon lange, doch seit etlichen Jahren wird auch immer wieder diskutiert, ob die Toner der Laserdrucker ebenfalls schädliche Stoffe enthalten könnten, die die Gesundheit gefährden. Der Grund für eine Gefährdung der Gesundheit liegt weniger in den Substanzen, sondern mehr in ihrer Größe. Die feinen Nanoteilchen gelangen durch das Atmen ins Innere des Körpers, können sich dort in den Atemwegen ablagern und zum Teil sogar die Zellwände durchdringen und so in die Blutbahn gelangen. Verschiedene Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass vor allem zu Beginn des Druckvorgangs erhebliche Mengen an feinsten Partikeln ausgestoßen werden und wenn der Drucker mit dem Aufwärmen der Fixiereinheit fertig ist, sinkt der Ausstoß deutlich. Die gemessenen Emissionen fallen bei den verschiedenen Druckern sehr unterschiedlich aus, doch als Verbraucher kann man einiges tun um die Menge der austretenden Partikel zu minimieren.

Prüfsiegel helfen beim Kauf

Drucker mit dem Blauen Engel stoßen weniger Schadstoffpartikel aus als nicht zertifizierte Geräte und auch die gewerblichen Berufsgenossenschaften zeigen mit dem Zeichen BG-Prüfzert oder DGUV Test welche Modelle besonders schadstoffarm arbeiten. Zurzeit gibt es Überlegungen für die Nanopartikel gesonderte Grenzwerte festzulegen, doch niemand weiß genau, ab welcher Menge ein Gerät als wirklich gesundheitsgefährdend eingestuft werden müsste und daher fällt eine Einigung schwer. Alle Hersteller werden daher dazu angehalten, möglichst schadstoffarm arbeitende Geräte zu entwickeln und daher lässt sich sagen, dass neue Modelle hier besser abschneiden als alte.

Filter, Druckerplatzierung und Toneraustausch

Es gibt inzwischen Filter, mit denen Laserdrucker nachgerüstet werden können. Sie halten die Partikel fest, doch leider gibt es nur für wenige Modelle passende Filter und zudem kann nicht jeder Schacht und jede Öffnung am Gerät zuverlässig verschlossen werden. Mehr erreicht man hier mit der richtigen Standortwahl. Die Hauptlüftungsöffnung sollte in keinem Fall direkt zum Arbeitsplatz zeigen und kurzes, kräftiges Lüften sorgt zusätzlich dafür, dass weniger schädliche Partikel in der Raumluft verbleiben. Ein falsches Vorgehen beim Austausch des Toners entlässt unnötig Millionen von Feinstaubpartikeln in die Luft und daher sollten die Toner genau nach Anweisung und nur bei geöffnetem Fenster ausgetauscht werden. So werden zusätzliche Emissionen weitgehend eingeschränkt, auch wenn sie sich nicht komplett vermeiden lassen.

Die Alternative

Wem trotz Prüfzeichen und Testberichten seine Gesundheit wichtiger ist als ein Laserdrucker im Büro, kann zur Alternative Tintenpatrone greifen. Mit HP364xl und vielen anderen Patronen wird flüssige Farbe auf das Papier aufgebracht und damit entsteht kein Feinstaub. Inzwischen gibt es Geräte, die mit dieser Technik perfekte Ausdrucke liefern können und wer häufig neben dem arbeitenden Drucker sitzen muss, profitiert von der Arbeitsweise ohne herumfliegende Nanopartikel garantiert. Vor allem wenn das Wohnzimmer gleichzeitig als Büro dient, kann so die ganze Familie vom gesundheitsgefährdenden Tonerfeinstaub verschont bleiben.

Oliver Schmid

Oliver Schmid

Redakteur bei digitalinstitut.de
Mein Name ist Oliver Schmid, ich lebe und arbeite in Friedrichshafen (Bodensee). Ich bin Online Marketing Enthusiast und Internet-Unternehmer seit 2009.
Oliver Schmid